05.10.2017


Sprachgipfel als Spiegel des Miteinanders



Lehrer und Schüler, Hochschulvertreter und Studierende, Bürgermeister und Unternehmer vertiefen die Beziehungen zwischen Bayern und Tschechien – intensiver Austausch zu Kooperationen

BAYERISCH EISENSTEIN - "Der bayerisch-tschechische Sprachgipfel hat uns allen heute eindrücklich gezeigt, wie vielfältig die Kooperationen zwischen bayerischen und tschechischen Schulen, Hochschulen, Bildungseinrichtungen, Kommunen und Unternehmen inzwischen sind. Der intensive Austausch zwischen den Teilnehmern aus der Grenzregion kann wie ein Katalysator wirken und neue Ideen der Zusammenarbeit hervorbringen", zog Staatssekretär Bernd Sibler am Donnerstag, 5. Oktober in Bayerisch Eisenstein im Anschluss an die Netzwerktagung Bilanz. Gemeinsam mit Dr. Olaf Heinrich, Präsident der Europaregion Donau-Moldau, hatte er Bildungs- und Wirtschaftsvertreter zu einem bayerisch-tschechischen Sprachgipfel eingeladen, um die nachbarschaftlichen Kontakte weiter zu stärken.


"Die freundschaftliche Beziehung zur Tschechischen Republik ist für Bayern nicht nur ein wertvolles Geschenk, sondern auch eine dauerhafte interkulturelle Aufgabe. Daher freue ich mich sehr über die vielen Initiativen und Projekte, die unser Bildungsangebot bereichern, ein Klima des Miteinanders schaffen und darüber hinaus Impulsgeber für weitere Vorhaben sein können", so der Staatssekretär, der selbst in dieser Region zu Hause ist.


Breites Informationsangebot


An rund 25 Ständen informierten Schulen, Hochschulen, Bildungs-institutionen und Wirtschafts-verbänden über verschiedene Programme, Projekte und Koopera-tionen zwischen tschechischen und bayerischen Partnern. Die Präsidentin der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden, Prof. Dr. Andrea Klug, beleuchtete in ihrem Impulsvortrag notwendige Kompetenzen und Strategien der grenzüberschreitenden Zusammen-arbeit zwischen Bayern und Osteuropa. Über Perspektiven für das nachbarschaftliche Miteinander sprachen im Rahmen des Programms u.a. die tschechische Generalkonsulin Kristina Larischovà, der deutsche Botschafter in Prag Dr. Christoph Israng, der Vizepräsident der IHK Niederbayern Franz-Xaver Birnbeck sowie Dr. Petr Bannert aus dem tschechischen Bildungsministerium.


Vielfältiges Angebot im Schul- und Hochschulbereich


Anhand der Informationsangebote wurde deutlich, dass es eine Vielzahl an Ideen und Initiativen gibt, die Sprache und Kultur der tschechischen Nachbarn den jungen Menschen in Bayern näher zu bringen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Forschung und Lehre zu intensivieren.


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11.08.2017

 

Blick ins Gehirn: Wie Emotionen das Gedächtnis stärken


Gefühle bestimmen, was wir uns merken und was nicht


Warum erinnern wir uns besser an emotionale Erlebnisse wie eine Hochzeit, eine Prüfung oder einen Unfall? Unbedeutende Erlebnisse, die Monate oder Jahre zurückliegen, gehen entweder vergessen oder überleben lediglich als fahle Erinnerungen. Forscher der Universität Basel beschreiben nun zusammen mit Kollegen aus den Niederlanden und den USA einen Mechanismus, der für dieses Phänomen verantwortlich ist.

 

Offensichtlich ist die Erinnerung nicht bei allen Ereignissen gleichermaßen ausgeprägt. Nur besonders bewegende Ereignisse, die mit starken Gefühlen verbunden sind, graben sich tief ins Gedächtnis ein und werden selbst nach langer Zeit lebendig und genau erinnert. Ein internationales Forscherteam fand nun heraus, dass bei diesem Phänomen der Botenstoff Noradrenalin eine zentrale Rolle spielt, welcher bei Emotionen im Gehirn ausgeschüttet wird.


Mehr Details dank Noradrenalin


Bereits frühere Studien zeigten, dass Menschen in emotionaler Hochstimmung leichter lernen. Andererseits können schlimme Erfahrungen dazu führen, dass sich Betroffene immer wieder an ein traumatisches Ereignis erinnern.


Die aktuelle Studie stellt fest, dass die mit emotionalen Erlebnissen einhergehende Ausschüttung von Noradrenalin zu einer längeren Involvierung des Hippocampus und damit zu stärkeren und detailreicheren Erinnerungen führt.

 

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24.07.2017

 

Ägyptologen aus München untersuchen interkulturelle Kontakte



Vor etwa 3.500 Jahren gründeten die ägyptischen Könige die Siedlung Sai auf der gleichnamigen Nilinsel in Nubien und die ersten ägyptische Beamte wurden mit den Amtsgeschäften beauftragt. Lebten die Ägypter in Sai, dem heutigen Sudan, genauso wie in ihrer Heimat? Welchen Einfluss hatte die unmittelbare Nachbarschaft zur lokalen Bevölkerung auf ihren Alltag? Was passierte, als die pharaonische Lebenskultur auf die lokale nubische Tradition traf? Wie zugewanderte Ägypter und die einheimische nubische Bevölkerung einen lebendigen Mikrokosmos und Miteinander der Kulturen schufen, erforscht Ägyptologin Julia Budka mit Ihrem Team an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). 


Archäologische Neufunde auf der Insel Sai



Bei den Ausgrabungen im Sudan fand Julia Budka unter anderem ein Pyramidengrab für einen Goldschmiedemeister, das etwa 1450 vor Christus auf der Nilinsel Sai angelegt wurde und nun in die neue Untersuchung der Folgen interkultureller Kontakte im antiken Ägypten einfließen kann.


Das bislang unbekanntes Pyramidengrab mit mehreren Bestattungen lässt sich dem ehemaligen Goldschmiedemeister Chummose zuordnen. Die neue Funde und Erkenntnisse weisen u.a. darauf hin, dass Sai etwa 300 Jahre länger besiedelt war als bislang angenommen - bis etwa 1200 vor Christus. Die Entdeckungen belegen auch, wie rasch sich die lokalen Eliten auf Sai im Neuen Reich ägyptisierten, nachdem König Thutmosis III. das afrikanische Kermar-Reich in Nubien zerschlagen hatte. Die frühesten Bestattungen auf Sai in ägyptischem Stil gehen auf die Zeit dieses Königs zurück.


Mit Kochtöpfen und Vorurteilen im Gepäck


Sie kamen mit Schiffen, vollgeladen mit Kochtöpfen, Geschirr und anderen Dingen, die man zum Leben braucht - so könnte man sich den Einzug der ersten ägyptischen Beamten in die neue Siedlung auf der Nilinsel Sai vorstellen. Und auch mit Vorurteilen im Gepäck. "Sie hatten Ängste, die mitunter an heutige Abwehrhaltungen gegenüber Menschen anderer Kulturen erinnern. Es gibt Textstellen, in denen zum Beispiel vor Nubiern gewarnt wurde mit dem Hinweis, diese würden betrügen und stehlen. Wenn man sich allerdings ansieht, wie die Menschen miteinander gelebt haben, wird das Bild bunter", sagt Budka.


Ein buntes Miteinander


Der Alltag und das Zusammenleben der ersten Generationen von Ägyptern muss noch geprägt gewesen sein vom Konflikt mit dem untergehenden Kerma-Reich. Die Ägypter haben sich nach und nach, Generation für Generation mit dem Leben auf der Nilinsel und der lokalen Bevölkerung arrangiert. "Als die kriegerischen Auseinandersetzungen beendet waren, gab es plötzlich einen Boom in der Stadt", erklärt die Archäologin.


Das gab beiden Kulturen neue Impulse. Burka ist sicher, "dass das nur möglich war, weil man einen Deal mit der lokalen Bevölkerung gefunden und sich adaptiert hat." Es entstand zum Beispiel eine ägyptische Keramikproduktion auf Sai. Viele Funde zeugen davon, dass die Tongefäße in Sai zwar die typische ägyptische Form hatten, aber zuweilen auch nubische Merkmale, etwa eine bestimmte Strichpolitur - also Aspekte der nubischen Töpferproduktion neu umsetzten.


"Am Ende der 18. Dynastie hatten die Menschen auf Sai einen sehr guten Lebensstandard, vergleichbar dem in Ägypten", berichtet die LMU-Expertin. Und bevor die Ägypter die Siedlung wieder aufgaben und sich zurückzogen, hatten sie es offenbar geschafft, sich die Fremde zur Heimat zu machen.


 

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26.07.2017


> Ballettausstellung in Moskau


 

Ballettklassiker: 140 Jahre Schwanensee in einer Ausstellung



Wer kennt nicht den Tanz der vier kleinen Schwäne mit der Musik von Peter Tschaikowski? Das Tanzmärchen Schwanensee ist für viele das Synonym für das Ballett überhaupt.


Die Geschichte erzählt in der feinsten traditionellen Ballettsprache von der verzauberten Schwanenprinzessin Odette, die nur durch die wahre Liebe von Prinz Siegfried erlöst werden kann.


Moskauer Misserfolg und Petersburger Triumph


Unglaublich, aber wahr: Bei der Erstaufführung des Balletts am 4. März 1877 auf der Bühne des Moskauer Bolschoi-Theaters fiel es beim Publikum durch und wurde bald wieder aus dem Programm genommen. Schade nur, dass die erfolgslose Erstfassung in Moskau die einzige Inszenierung von Schwanensee war, die Tschaikowski selbst erlebt hatte.


Erst die Inszenierung 1895 in Sankt Petersburg, choreographiert von Lew Iwanow und Marius Petipa, brachte dem Ballett den ersten Erfolg - der bis heute ungebrochen anhält.


Schwanensee im Wandel der Zeit


1950 entstand eine neue Fassung des Choreographen Konstantin Sergejew, der das tragische Ende mit einem glücklichen ersetzte. Während Odette und Siegfried in früheren Interpretationen von den stürmischen Wellen des Sees verschlungen wurden, besiegte Siegfried in der neuen Inszenierung den Zauberer Rotbart in einem Zweikampf, indem er ihm einen Flügel abriss und somit der Macht des Bösen ein Ende setzte. Bis heute wird diese Interpretation von der Kompanie aufgeführt.


Ausstellung zur Geschichte des Schwanensees



An die 140-jährige Geschichte des beliebtesten Balletts der Welt erinnert jetzt das Moskauer Museum "P.I. Tschaikowski und Moskau"mit einer großen historischen Schau. In der Ausstellung, die bis Ende November läuft, sind auch prachtvolle Originalkostüme vom weltweit bekannten Ballettproduktionen ausgestellt. Zu sehen sind z.B. klassische Ballettstiefel, die noch "allerersten" Prinzen Siegfried gehörten. Auf einem Foto aus dem Jahr 1895 kann man erkennen, wie Pawel Gerdt, der führende Tänzer des Mariinsky Theaters, in dieser Rolle aussah. Übrigens: Die goldenen Stiefel sind, wie das Ballett selbst, ein hundert und vierzig Jahre alt.


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ARCHIV




23.12.2016

 

Zauberauustellung "Überraschungen zum Silvester"


Von Marina Abramova

 

Vom 10. Dezember 2016 bis zum 29. Januar 2017 präsentiert das Allrussische Museum für Angewandte Kunst erneut eine Zauberauustellung - "Überraschungen zum Silvester".


Alte Puppen, Werkzeuge aus der Sammlung von David Yakobashvili warten auf die großen und kleinen Besucher. Die Ausstellung umfasst rund dreißig Exponate, darunter Automaten (mechanische Puppen), Organetten (mechanische Blassmusikinstrumente) und Grammophone von XIX-XX. Jahrhunderten. Fast immer waren alle Musikinstrumente und mechanische Puppen sehr beliebt bei Kindern und Erwachsenen wegen der Zauberei der Kunst und Handwerk, aber auch der Wissenschaft, Technik und kreativen Phantasie.



Die Spielzeuge präsentieren eine Kombination der schönen Form, Bewegung und des Klanges, sie sind so attraktiv – noch in der Antike began die Entwicklung erster Klangmaschinen, in XVIII-XIX. Jahrhunderten wurden Automaten und Figurenkompositionen erschöpft, und jede Puppe eine Rolle genommen hatte. Solche Puppen dienten als Unterhaltung für Erwachsene. Dazu gehört z.B. "Tänzerin und zwei schwarze Musiker" vom Werkstatt "Vichy" (Frankreich), unter anderen Exponaten nennt man das Automat "Jumbo – der Elefant" – auch des franzoesischen Werkstatts, das Automat "Meister, der mechanische Ente konstruiert", das vom Künstler Laurent aus Grenoble im Jahr 1950 gemacht wurde.


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Wir malen für Nürnberg!

DIALOG DER KULTUREN IM GROSSFORMAT

 


 

 

Ausstellung "Ballett in der Welt

der Kulturen und Traditionen"

SAMSTAG, 19. MAI 2018 

STADTHALLE FÜRTH

Eintritt frei 

 


 



 


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Festakt auf Kaiserburg Nürnberg

Landesgruppe Bayern Landsmannschaft der Deutschen aus Russland feiert 60. Jubiläum - "Ohne Herkunft, keine Zukunft"

 

 


 

 



 


 


"Das Märchen vom Zarewitsch    Chlor" (PDF)



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8. Weltweiter Malwettbewerb "Migrantenkinder malen ihre Welten: Welt(Frieden) im Dialog der Kulturen / МИР В ДИАЛОГЕ КУЛЬТУР" 

 

 

 


 

BALLETT BAUT BRÜCKEN

 

 


 

 


 

 



 




 


 

Internationales Jugend-Tanztalent-Festival "APPLAUS"


 

 

"APPLAUS für den Dialog der Kulturen": Unter diesem Jahresmotto findet im Februar und Mai 2018 in der Metropolregion Nürnberg das 3. Internationale Jugend-Tanztalent-Festival "APPLAUS" statt. Vielfältige Veranstaltungen, Workshops, Ballett-Masterklassen und Mitmachaktionen begleiten dieses Motto auf Winter- und Sommerausgaben des Festivals und "RESONANZ" ist als Mediapartner wieder mit dabei.


Infos unter: applaus-info.de


 

  



 

 





 

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RESONANZ - Ausgabe 10|2017


 


 

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APPLAUS in Nürnberg

Dialog der Kulturen: Internationales Tanztalent-Festival für junge Leute

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DIALOG DER KULTUREN IM GROSSFORMAT


 

Wenn euch gefällt, was wir machen und ihr uns unterstützen möchtet, könnt ihr das gerne in Form einer Spende tun. Jeder Betrag hilft mit, junge Talente zu fördern - und wird dankend angenommen! Gerne stellen wir unseren Spendern eine Spendenbescheinigung aus.

Ihr APPLAUS-Team